Barrierefrei auf Handybrowsern
31. August 2009Ein Aspekt der bei all den Diskussionen um die Barrierefreiheit im Internet gerne vergessen wird ist die Kompatibilität mit Handybrowsern. Schließlich nutzen viele körperlich eingeschränkte Menschen auch Mobiltelefone und damit auch mobiles Internet. Somit sollte eben auch die Barrierefreiheit auf mobiles Internet angepasst werden.
Grundsätzlich lässt sich hierzu sagen dass die Regeln für ein barrierefreies Webdesign eine ganz ähnliche Gültigkeit haben wie bei der Darstellung in normalen Internetbrowsern. Es ist also auch auf für eine saubere Handydarstellung wichtig auf Standards wie eine saubere CSS-Formatierung sowie übliche Regeln wie etwa dem Schließen aller Tags, dem Vermeiden von Text in Grafiken, JavaScript Navigationsmenüs und allem was in eine Ähnliche Richtung geht. Dies kommt im Übrigen nicht nur der Barrierefreiheit sondern auch der Suchmaschinenfreundlichkeit zugute.
Lesen etwa Screenreader (die es inzwischen auch auf Handys für das mobile Internet gibt) sehbehinderter User die Website, können diese zum Beispiel mit Menüpunkten, die sich nicht in einer Textdarstellung befinden wenig anfangen. Sofern man Bilder für Menüs wählt, sollten wenigstens die Alternativtexte stimmen, damit ein solcher Reader erahnen kann, was auf diesem Bild dargestellt wird und es dem Sehbehinderten sprachlich schildern kann.
All diese Regeln sind für normale Browser, wie auch für die Darstellung auf Handys recht identisch. Was allerdings auf Mobiltelefonen zusätzlich beachtet werden sollte, ist die recht geringe Auflösung vieler Modelle. Unter Umständen macht es also Sinn eine Alternativversion seiner Seite mit Platz sparenderen Bildern und Grafiken extra für den Zugriff via Handy zur Verfügung zu stellen.
