Archiv für Dezember 2008

Outsourcing in Action

Dienstag, 02. Dezember 2008

Ein Freund von mir hatte vor ein paar Monaten mir einen Job als Webseitenentwickler angeboten. Ich dachte, dass es eine gute Gelegenheit ist, um ein paar Kröten zum BAföG zu verdienen und nahm das Angebot meines Freundes an. Genau gesagt, willigte ich ein, dass ein potentieller Arbeitgeber mich via Skype kontaktiert.
Der Arbeitgeber stellte sich vor, als eine Firma die in Medien-Bereich tätig ist. Sie sagten, dass sie gerade einen Webseitenentwickler suchen, um eine Webseite für eine, in Deutschland ansässige Fitnessstudio zu machen.
Ich stellte daraufhin mich vor und erzählte, dass ich in der Lage bin, Webseiten in XHTML+CSS zu entwickeln und falls nötig TYPO3 als CMS für die jeweilige Webseite einzurichten. Dann sagte der Arbeitgeber, dass der Kunde sehr gierig sei und deswegen ich, für die Einrichtung der Webseite (XHTML+CSS+TYPO3) nur 80$ bekommen könnte. Wozu sagt er mir die Preise in Dollar, wenn wir beide in Deutschland sind? Wahrscheinlich, um eine größere Ziffern nennen zu können.
Ich dachte nach und entschied mich, dass ich bereit bin, auch für 80$ eine kleine Webseite zu machen. Dann kommt der Hammer. Der Arbeitgeber fragt mich, was ist mit dem Design? (Zuvor haben wir aber gesprochen, dass eine Designvorlage mir zur Verfügung gestellt wird). Ich erklärte dann, dass ich kein Grafiker bin und nur die Leitungen anbieten kann, die ich bereits bei der Vorstellung beschrieben habe. Worauf er antwortete, dass es schlecht sei, denn jetzt muss er „ein Mädchen“ beauftragen, die das Design entwirft oder er muss eine Vorlage kaufen. Dann wird mein Honorar schrumpfen. Hallo? Worin soll dann die Arbeit meines potentiellen Arbeitgebers bestehen, wenn ich die Arbeit komplett erledigen soll? Ist er einfach ein Vermittler mit einer schönen Webseite? Die Webseite war eigentlich auch nicht gerade sehr toll, wenn auch viel versprechend. OK, dachte ich mir, ich habe mein Einverständnis gegeben, so werde ich die Sache auch durchziehen.
Aber daraus war auch nichts. Ich habe meinen potentiellen Arbeitgeber gebeten, mir das Pflichtenheft zu zuschicken, damit ich weiß, worauf ich mich eigentlich einlasse. Der hat mir ständig versprochen, dass ich das Pflichtenheft bald kriege. Nach ein paar Monaten hatte ich aber keine Zeit mehr, diese sinnlose Verhandlungen weiterzuführen, was ich auch dem Vertreter der Firma mitteilte.